concept m pflegt als führendes Forschungsinstitut und strategischer Think Tank einen regen Austausch mit der Wissenschaft. Die Managing-Partner von concept m sind gern gesehene Gastdozenten und Gastreferenten an Universitäten und Fachhochschulen. Um den Dialog zwischen praktischer Anwendung der morphologischen Marktpsychologie und den Marketingwissenschaften weiter auszubauen, hat concept m am 22.April die diesjährige Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Marketingprofessoren (AfM) in Berlin ausgerichtet.
Über 100 Marketingprofessoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich in Berlin im Grünen Salon und im concept m AlltagsStudio bei der 43. AfM-Jahrestagung mit Trendthemen ihres Fachgebietes auseinandergesetzt. Unter anderem waren der Digitalisierungsschub bei der Markenführung und neue Anwendungsfelder des Marketings im politischen Bereich Themen der Veranstaltung.
Ein besonderes Highlight der Jahrestagung bestand im Dialog zwischen akademischen Marketingwissenschaften und Praxisbeispielen der morphologischen Marktforschung. In einem Grundlagenvortrag zu innovativer morphologischer Marktforschung stellte Dirk Ziems, Managing Partner von concept m, Grundansätze der morpholologischen Marktpsychologie und Fallbeispiele mit Insights aus den Bereichen Motiv-, Marken-, Medien- und internationalen Forschung vor.

 

Vortrag Dirk Ziems zur innovativen morphologischen Marktforschung

 

In der anschließenden Diskussion nahmen die Marketingprofessoren dazu Stellung, wie sie persönlich den Wert der Morphologischen Forschung für den Marketingprozess einordnen.

Hier einige Stimmen der Teilnehmer im Wortlaut:

„Ich sehe den morphologischen Ansatz in Übereinstimmung mit dem grundlegenden Marketingedanken, den Kunden zu verstehen. Ich ordne ihn als ein zentrales Instrument ein, um zu eben diesem Kundenverständnis zu gelangen.

Tiefenpsychologische/morphologische Marktforschung verbinde ich mit dem besonderen Wert, tatsächlich zu verstehen, um was es geht, bevor über eine quantitative Untersuchung nachgedacht wird.“

(Prof. Dr. Schleusener, Hochschule Niederrhein)

 

„Erst die Tiefenpsychologische/morphologische Marktforschung ermöglicht es mir, echte Customer Insights zu erlangen. Es reicht ja schon lange nicht mehr aus, Verhalten nur zu beobachten und entsprechend zu beschreiben. Wir müssen zum Kern der Sache vordringen und die Motive erkennen, die dem Verhalten zugrunde liegen. Da stößt die klassische quantitative Marktforschung sehr schnell an ihre Grenzen.

Die tiefenpsychologisch/morphologische und die quantitative Marktforschung ergänzen sich ideal, weil bei einer konsolidierten Betrachtung die Handlungsfelder deutlich werden, die wir als Marketers bespielen müssen – und nicht nur in der Kommunikation, sondern auch in der Produktgestaltung oder bei der Entwicklung von Ladeninterieurs.“

(Prof. Dr. Ralf Kreutzer, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin)

 

„Die Marketingwissenschaften halten das Credo hoch, sich mit den Verhaltenswissenschaften auseinanderzusetzen, um zu spannenden Consumer Insights zu gelangen. Zurzeit hat in diesem Zusammenhang die Neuropsychologie eine große Konjunktur. Qualitative Ansätze wie die Morphologie von concept m sind aber in vielen Fällen viel praxistauglicher, weil sie näher am Alltag dran sind.

Ich sehe in Zukunft gute Perspektiven, die tiefenpsychologischen Insights der Morphologie mit innovativen digitalen Tools zu verknüpfen, wie mobile implizite Messverfahren, z.B. Bildbewertung in Online-Panels auf dem Handy.“

(Prof. Dr. Holger Lütters, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin)


“Die tiefenpsychologische/morphologische Marktforschung fängt da an, wo andere Verfahren aufhören. Beispiel: Barrieren gegen nachhaltigen Konsum – wir alle sind im Herzen Bio, wollen Fair Trade, sozial- und ökologisch verträgliche Produkte. Warum bleiben die Zahlen dennoch hinter allen vollmundigen Absichtserklärungen zurück? Welche Motivlagen bewegen und hemmen die Verbraucher in ihrer Nachhaltigkeitsorientierung? Ein Forschungsfeld mit steigender Bedeutung … direkte Befragung führen zu sozial-erwünschtem Antwortverhalten. Tiefergehende Verfahren sind hier gefragt, die neue Erkenntnisse liefern können. Denn die Nachhaltigkeit im Konsumverhalten wird für die Lösung der großen sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit von entscheidender Bedeutung sein.”

(Prof. Dr. oec. Susanne Stark, Hochschule Bochum)

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