Die Relevanz von Social Media nimmt ständig zu. Ob WhatsApp, Facebook, Instagram oder persönliche Blogs – nicht nur bei Millennials, sondern auch bei Digital Immigrants sind Social Media im persönlichen Kommunikationshaushalt fest verankert.

Für die Marktforschung ergeben sich dadurch große Chancen: Wie Verbraucher Produkte und Marken wahrnehmen und einsetzen, ist in den Social Media vielfach repräsentiert. Mit Scan-Verfahren und qualitativem Social Listening filtern unsere morphologischen Forscher Verbraucher-, Marken- und Markttrends heraus, und analysieren, welche (unbewussten) psychologischen Treiber hinter diesen Trends stehen.

 

Social-Media-Scan

Für Produkte und Marken sind die Nennungen in Social Media ein wichtiger Seismograph für Talk-Value und Image-Wert. Mit dem Tool des Social-Media-Scans wird auf allen für das Forschungsthema relevanten Social Media Kanälen getrackt, wie oft eine Marke oder ein Produkt in einem bestimmten Kontext genannt, geliked, bewertet wird. In die Analyse können dutzende Social-Media-Quellen einbezogen werden. Neben den Standards wie Facebook und YouTube auch spezielle Fach-Blogs. In einem weiteren Schritt ist ein umfassendes Benchmarking möglich, um die erreichte Performance auch im Vergleich einordnen zu können.

Der besondere Mehrwert unserer Social-Media-Scans besteht darin, dass wir bei dem Filtern und Bewerten der Daten nicht nur auf Algorithmen setzen, sondern qualitative Bezüge und den eigentlichen Sinn der Nennungen berücksichtigen. Wenn bspw. eine Marke häufig mit bestimmten Eigenschaftskonstellationen verknüpft ist, können wir auf Basis unseres qualitativ-psychologischen Knowhows die Bedeutung dieser Markenbesetzung genauer verstehen.

Vorteile auf einen Blick

PLus Quantitativ belastbare Befunde

PLus Quick-Checks von Basis-Facts

PLus Schnelle Identifizierung von Basiszielgruppen und speziellen Targets

PLus Einordnung der psychologischen Bedeutung der Social-Media-Nennungen

 

Social-Listening

Das qualitative Social-Listening betrachtet die Dialoge, Kommentare und Bewertungen in den Social Media auf einer tieferen psychologischen Ebene.  Welches Storytelling wird in Bezug auf ein Produkt oder eine Marke immer wieder betrieben? Welche Beeindruckungen sind hier am Werk? Welche Bindung besteht zu Produkt und Marke und werden die Bindungswünsche hinreichend gewürdigt? Welche Enttäuschungen sind entstanden, und wie können sie überwunden werden? Diese und viele weitere Fragestellungen werden von unseren marktpsychologisch geschulten Forschern beim Social-Listening  verfolgt. Über die einfache Bestandsaufnahme wird so eine tiefergehende Analyseebene erreicht.

Weil uns häufig bereits Erfahrungen aus tiefenpsychologischen Marktstudien vorliegen, können wir die motivationalen Hintergründe der Social-Media-Beiträge genauer einordnen, und auch die unbewussten Verbraucher- und Markttrends präziser erfassen. In den Social Media spiegeln sich die gesellschaftlichen und kulturpsychologischen Trends, die Märkte bestimmen, besonders schnell und plastisch wider.  Bei interkulturellen Vergleichen, bspw. zu einem Thema wie Beauty oder Automobilität, zeichnet sich beim Social Listening unmittelbar ab, welche unterschiedlichen kulturellen Perspektiven bestehen.

Das Social Listening ist insofern besonders gut als Vorstufe für weitere qualitative Tiefenforschung geeignet, die erste spannende Hypothesen generiert und weiterführende Forschungsfragen anstößt.

Vorteile auf einen Blick

PLus Verknüpfung von Social Media Forschung mit der besonderen morphologischen Forschungskompetenz

PLus Einsatz besonders marktpsychologisch geschulter Forscher

PLus Identifizierung von Produkt- und Markttrends und ihrer psychologischen Hintergründe

PLus Interkulturelle Vergleiche von Verbrauchereinstellungen und –verhalten

PLus Kulturpsychologische Einordnung der Diskurse in den Social-Media

PLus Kosteneffiziente qualitative Vorstufe zur Hypothesengenerierung

 

Anwendungsbeispiel / Use Case

Ein Hersteller für Hygieneartikel will ein neuartiges Produkt vermarkten. Das Produkt spricht medizinisch gesehen offensichtlich einen großen Need an – seine Nutzung im alltäglichen Kontext ist voraussichtlich aber mit sehr großen Peinlichkeiten verbunden.

Im Rahmen eines Social-Media-Scans stellt sich heraus, dass die mit dem Thema verbundenen Begriffe tatsächlich signifikant selten aufkommen. Und das im Gegensatz zu verschönernden umschreibenden Begriffen und Redewendungen. Ein interessanter Befund ist auch, dass das Thema in eher prüden Kulturkreisen wie USA und Japan fast ganz verschwiegen wird, während der Umgang damit in Lateinamerika und Skandinavien unbefangener zu sein scheint.

Das anschließende Social-Listening ermöglicht es, erste Hypothesen zu generieren. Den Kommentaren in Blogs und Selbthilfe-Sites ist zu entnehmen, welche Aspekte des Themas besonders peinlich und schwer kommunizierbar zu sein scheinen. Es ergibt sich auch ein erster Aufschluss darüber, mit welchen Rationalisierungen die Betroffenen vorgehen, um sich zu entlasten.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an dirk.ziems@conceptm.eu

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